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SichtbarkeitsJOURNAL | Ausgabe April 2026
Vom festen Berufsbild
zur neuen Realität
Dann wurde ich Mutter und für
mich war es keine Frage, wieder
arbeiten zu gehen. Wahrscheinlich
meiner Sozialisation in der DDR
geschuldet.
Ich war immer überzeugt, Kind
und Beruf verbinden zu können –
hat meine Mutter ja auch
geschafft. Dann kann ich das
auch.
Es war immer mein
Traum,
Krankenschwester
zu sein.
Das hat dann auch geklappt. Ich
konnte mir nie vorstellen, etwas
Anderes zu machen. Ich dachte, um
selbstständig zu sein, braucht man
eine Idee und ich konnte nur
Krankenschwester sein.
Vom Kindsvater hatte ich mich
schon in der Schwangerschaft
getrennt. Somit war ich
alleinerziehend. Das habe aber
nie als Problem angesehen.
Ein neuer Lebensabschnitt –
privat und beruflich
1999 habe ich meinen jetzigen
Ehemann kennengelernt. Zu dem
Zeitpunkt hat er mit Hilfe seiner
Schwester selbstständig gearbeitet.
Er brachte seinen Sohn mit in die
Ehe. Mich hat es sehr interessiert,
wie er die Arbeit regelt und was
zum Selbstständig sein dazu
gehört. Anfangs als Unterstützung
gedacht, habe ich 2006 ein
Gewerbe angemeldet.
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