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SichtbarkeitsJOURNAL | Ausgabe April 2026
Ich habe also angefangen, mich mit dieser „Zwangspause“ zu arrangieren.
Und mich zu fragen, warum wir Entspannung wie eine weitere Aufgabe
behandeln. Etwas, das man „richtig“ machen muss. Was auf die To Do-Liste
geschrieben werden muss. Und dann kam langsam aber sicher ein AhaMoment. Ganz leise am Küchentisch, mit einem Puzzle vor mir und einem
Podcast auf den Ohren.
Und plötzlich war da
etwas anders. Kein
Druck, kein LeistenMüssen, kein Ziel –
außer das nächste Teil
zu finden.
Foto: Nicole Bartels
Mein Kopf wurde ruhiger, ohne dass ich aktiv versucht habe, ihn ruhig zu
bekommen. Das Gefühl war nicht fremd und doch irgendwie neu.
Ich habe angefangen, mich mehr damit zu beschäftigen, warum genau solche
Momente so selten geworden sind. Warum wir zwar wissen, dass wir Pausen
brauchen – sie sich aber oft nicht wirklich wie Pausen anfühlen. Und warum
es unser Nervensystem einfach in dieser Welt so schwer hat.
Und genau daraus ist meine Idee entstanden. Heute entwickle ich mit re·set
Produkte, die genau da ansetzen: nicht bei der perfekten Entspannung,
sondern bei echten Momenten im Alltag. Kleine Auszeiten, die sich nicht nach
„ich sollte jetzt entspannen“ anfühlen, sondern einfach passieren dürfen.
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